Leben als Mama und Frau: Ich-sagen, bitte!

Mutter sein heißt auch: Man selbst sein. Dazu gehört, dass eine Mama auch mal an sich denkt. Eines der 20 Symptome des Elternseins ist laut Zürcher Tagesanzeiger nämlich, dass vor allem Frauen in der Elternrolle bald kaum mehr als „Ich“ existieren: „Wir gehen heute shoppen“, „Wir fühlen uns heute etwas ausgelaugt“, „Wir hätten gerne eine Rhabarberschorle“. Zugegeben, die Stunden sind rar, in denen man als Mutter alleine eine Freundin trifft oder faul auf der Couch liegt. Dabei kompensieren genau diese Momente das Gefühl, permanent Bedürfnisse zu stillen und die eigenen gelegentlich zu vergessen. Erholung muss her. Und kann so einfach sein:

1. Hilfe annehmen!

Das beste Mittel gegen Mutter-Stress: Einfach mal „Ja“ sagen. Ja, der Besuch darf gerne was zu essen mitbringen. Ja, ich lege am Wochenende mal die Beine hoch, während Papa den Nachwuchs im Kinderwagen spazieren fährt. Es ist sympathisch und völlig okay, ehrlich gemeinte Angebote anzunehmen. Das spendet Energie, die noch früh genug wieder gebraucht wird.

2. Um Hilfe bitten!

Nicht immer sind Freunde und Familie in der Nähe oder haben die Zeit, in stressigen Phasen mitzuhelfen. Die Gründung einer eigenen Familie ist ein guter Zeitpunkt, auch die Beziehung zu den eigenen Eltern und Geschwistern zu intensivieren. Bestimmt freuen sich alle, an den Entwicklungsschritten des Kleinen teilzuhaben – wenn auch manchmal nur über Fotos oder Skype.  Je nachdem, wie sehr Geschwister, Großeltern oder Freunde beruflich eingespannt sind, darf man aber auch ruhig gezielt um Hilfe bitten: Zum Beispiel um kurze Betreuungs- oder Einkaufsdienste.

3. Dem Körper etwas Gutes tun!

Stillen, Wickeln, Chaos in der Wohnung beseitigen, Einkaufen und das Baby herumtragen – der Körper einer Mama muss Einiges leisten. Doch es gibt sinnvollere Energie-Kicks als Schokolade. Nämlich einmal tief durchatmen und in sich hineinhören, was der Körper gerade wirklich will. Wahrscheinlich sehnt er sich nach einer durchschlafenen Nacht – die kann so schnell niemand herzaubern. Aber wie wäre es mit einem gesunden Lieblingsessen? Selbst wenn das normalerweise Fastfood wie Pizza sein sollte – es hilft schon, das Essen selbst zuzubereiten und nur frische Zutaten zu verwenden. Die Mahlzeit macht zufriedener und spendet Energie für Körper und Seele. Rezepte, die die Akkus wieder aufladen, gibt’s auch bei Mamma:Lecker.

4. Kontakte knüpfen!

In den meisten Familien findet immernoch eine klassische Rollenverteilung statt: Der Papa geht arbeiten, die Mama bleibt über kurz oder lang mit dem Baby zuhause. Das kann ganz schön eintönig werden. Auch wenn das Kleine ein Sonnenschein ist – zum Reden und Austauschen braucht man jemanden, der gerade die gleiche Situation erlebt: Andere Mütter! Gemeinsam lacht es sich einfach leichter über Augenringe und Spuckflecken… Kontakte knüpft man am besten bereits in der Schwangerschaft, zum Beispiel im Geburtsvorbereitungskurs. Später gibt es viele Angebote wie Still-Cafés, Mutter-Kind-Treffs, Krabbel- oder Babymassagegruppen. Viele Cafés richten sich speziell auf die Bedürfnisse von Müttern und Babies ein: Auf Mamma:hin schaue ich mich in München um.

5. Perfektionismus adé!

Einfach mal fünf gerade sein lassen – das fällt mit Kind oft schwerer, als man denkt. Schließlich soll es ja nicht schmutzig in der Wohnung sein, wo doch nun ein Baby lebt. Und auch das eigene Erscheinungsbild darf nicht leiden, womöglich meint noch jemand, man lasse sich gehen, so als Mutter und Hausfrau. Das alles ist verständlich. Nur: Maßhalten ist wichtig. Kein Baby der Welt stört sich an schmutzigem Geschirr, dass eben mal einen Tag stehenbleibt. Oder an einem nicht perfekt aufgeräumten Wohnzimmer.

6. Normales Leben ist toll!

Ein Kind bedeutet in erster Linie: Das Leben verändert sich auf einen Schlag. Die Prioritäten verschieben sich. Doch Stück für Stück lässt sich das „alte“ Leben zurückerobern: Bei einem Konzertbesuch mit der besten Freundin, mit Sekt im Plastikbecher in der Warteschlange. Bei einem Cappuccino in der Mittagssonne, wenn das Baby im Kinderwagen eingenickt ist. Oder auch beim Sprachkurs, zu dem das Baby mitkommen kann. Die meisten Universitäten sind da ganz flexibel, solange das Kleine nicht randaliert. Die Devise lautet: Raus aus den eigenen vier Wänden. Rein ins Leben. Als Mama und als Frau.

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