Projekt: Zuckerfrei! Wir sind dabei!

Der verdammte Süßkram

Just am Aschermittwoch habe ich mir zum Nachtisch noch ein zuckersüßes Tiramisu reingezogen und wenige Minuten später von Hannah Freys 40 Tage „Projekt: Zuckerfrei“ Challenge gelesen. Ich muss also zugeben: Meine Fastenzeit begann mit einer kleinen Sünde. Berauscht vom Tiramisuzucker habe ich mich spontan entschlossen, mitzumachen. Dann eben noch einen Tag länger! 40 Tage ohne die süßen, weißen Brösel – kann doch nicht so schwer sein. Denkste.

Allein die Entscheidung, mal eine Zeit lang OHNE zu leben, hat mich angespornt. Außerdem: Unser Sohn soll mit seinen anderthalb Jahren auch noch keinen Zucker bekommen, darauf achten wir penibel. Agavendicksaft-Kekse und Honig, das war’s! Also werde ich 40 Tage solidarisch sein. Das bringt ganz neue Herausforderungen mit sich, denn..

 

Zucker ist nicht gleich Zucker!

Mit ZUCKERFREI meine ich Industriezucker, Kristallzucker, Haushaltszucker oder wie man ihn nennen mag. Dazu zähle ich auch braunen Zucker. Ich halte mich da ganz an die Regeln meiner lieben Blogger-Kollegin Nadja von healthandthecity:

„Zucker aus Kohlehydraten, Milch-/Fruchtzucker und auch Honig und Agavendicksaft: JA.

Zucker in den Kaffee, beim Backen, Kochen, Lebensmittel mit zugesetztem Industriezucker: NEIN.“

Im Gegensatz zu ihr habe ich mit dem Kaffee kein Problem, den trinke ich generell nur mit Milch. Ich bin auch kein totaler Süß-Junkie, ich brauche keine Fruchtjoghurts, esse lieber naturbelassenes Müsli als Marmelade zum Frühstück und mag keine Softdrinks. Ich mag den Zucker, den ich als solchen erkenne: Schokolade zum Nachtisch oder ein Stück Kuchen mit Freudinnen zum Nachmittagskaffee … ohja. Was mich aber richtig ärgert: Zucker wird uns oft untergejubelt, wo wir nichts von ihm ahnen.

 

Bittere Erkenntnis

So ein Zuckerverzicht ist doch die perfekte Gelegenheit, auf Nüsse und Knabberzeug umzusteigen, dachte ich mir und habe mich gleich mal mit meinen Lieblings-Erdnüssen, weil ofen- und nicht fettgebacken, salzig und total lecker, eingedeckt. Wie gesagt, sie schmecken nach Erdnuss und Salz und machen eben irgendwie süchtig….

Knabberei mit versteckter Gefahr

Knabberei mit versteckter Gefahr

Der Grund? Zucker! Da ist doch tatsächlich Zucker drin. Aber immerhin: Es steht allgemein verständlich das Wort ZUCKER drauf. Mein Mann hat gestern eine Packung italienische Salsiccia erstanden – eine grobe Bratwurst, die sich für einen ganz bestimmten Eintopf eignet und uns an unsere Italienurlaube erinnert. Großartig. Aber Achtung, dritte Zutat: Saccharose! Die können also nichtmal ZUCKER hinschreiben! Denn nichts anderes verbirgt sich dahinter, nur ein wenig hochgestochener eben. Frechheit, finde ich.

 

Bio heißt nicht gesund

Das habe ich ja schon bei meinem Bio-Fastfood-Test gelernt. Selbst von meinen liebsten drei Bio-Schnellgerichten muss ich allerdings eines für die nächsten Wochen von der Einkaufsliste streichen: In der Kichererbsen-Suppe ist Rohrohrzucker. Zwar sicher bio, aber eben Saccharose, um es mal so zu sagen.

Zum Glück habe ich in der Schwangerschaft eine ausgeprägte Vorliebe für Trockenobst und Nüsse entwickelt – die wärme ich jetzt wieder ein bisschen auf. Nüsse sind tolle Langzeit-Energiespender und getrocknete Aprikosen bereiten mir ohnehin schon den ganzen Winter lang Vorfreude auf ihre frischen, saftigen Artgenossen im Sommer. Auch eine gute Alternative für kalte Wintertage: einfach Apfelschnitze mit etwas Honig und Wasser in einer Pfanne dünsten, Mandelsplitter dazugeben, kurz rösten und dann über Naturjoghurt gießen! Ein Fest. Zumindest für meinen zuckerentwöhnten Gaumen. Und weil es noch viel mehr tolle Alternativen zu zuckerhaltigem Essen gibt, notiere ich gleich mal noch mein aktuell wieder heißbegehrtes Rezept für Rote-Beete-Salat mit Feta, Walnuss und Rucola.

 

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3 Gedanken zu “Projekt: Zuckerfrei! Wir sind dabei!

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