Mammalocker testet*: Familien-Fotoshooting im eigenen Zuhause – mit der Homestory von Photogenika

Kleinkinder ins Fotostudio schleppen? Ist mir zu stressig. Das Team von Photogenika hat sich aber etwas einfallen lassen: Eine Homestory, also Familien- und Kinderbilder, die entspannt zuhause aufgenommen werden. Das Ergebnis sind ziemlich glückliche Kinder – und Bilder, die uns bewegt haben. 

*dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Münchner Fotostudio Photogenika. Ich gehe mit meinem Blog nur Kooperationen ein, die zu mir und der Philosophie von mammalocker passen – und die ich auch Freund*innen empfehlen würde. 

„Ist da der Fotoapparat drin?“ Lion**, vier Jahre alt, staunt nicht schlecht, als an einem sonnigen Freitagvormittag Tina Rieger-Gudehus und ihre Kollegin Sonja vor der Tür stehen. Obwohl ich das Fotoequipment von Kollegen kenne, bin auch ich ziemlich beeindruckt: Das Team vom Fotostudio Photogenika hat einen riesigen schwarzen Reisekoffer mitgebracht. Zumindest sieht er aus wie einer. Doch das, was drinsteckt, wird unsere Wohnung die nächsten zwei Stunden in eine Foto-Location verwandeln.

Auch mein Zweijährige tapst jetzt vorsichtig an den Koffer heran, wie Lion und ich gespannt, was uns erwartet. Für Tina und Sonja hingegen ist der Termin Routine. „Gerade Familien mit kleinen Kinder sind oft entspannter, wenn sie sich in gewohnter Atmosphäre fotografieren lassen können“, sagt Tina, die Photogenika mit ihrem Mann als Familienunternehmen führt. Als Fotografin spüre sie bei ihren Kunden einen Trend hin zur Homestory. „Man legt wieder sehr viel Wert auf ein gemütliches Zuhause und zeigt das auch gerne her“, sagt sie.

Als Mutter von zwei kleinen Kindern lag die Idee für sie nahe: Eine Foto-Homestory mit der Familie, bei der man die eigenen Kinder nicht in ein steriles Studio schleppen muss, sondern in Ruhe mit den Fotografen warm wird und eben genau das tut, was man ohne sie auch tun würde: Spielen, toben, posen, wie man gerade Lust hat – und eine Verschnaufpause einlegen, wenn man sie braucht.

Zuhause lässt es sich einfach am entspanntesten knipsen – und Pause machen.

Das Ergebnis sind Bilder abseits aller Familienfoto-Klischees. Als wir die Fotos kurz nach dem Termin zugeschickt bekamen, habe ich mir zugegeben ein paar Tränchen aus den Augen gewischt – oh Gott. Kein Witz. Tina und Sonja ist es gelungen, uns so zu fotografieren, wie wir sind: Chaotisch, wild, aber auch manchmal nachdenklich, liebevoll, aber nie sicher vor der nächsten nervenzehrenden Diskussion oder Kinder-Streitschlichtung. A propos Stress – wie haben denn die Kinder das Shooting mitgemacht?

Fünf Minuten Nervosität, dann waren die Kinder tiefenentspannt. Und daher auch die Mama.

„Im Studio ist eine Stunde mit Kindern das Maximum“, sagt Tina über ihre Arbeit. Mehr, meint sie, könne man den Kleinen auch kaum zumuten: Helles Licht, unbekannte Räumlichkeiten und ständig will irgendjemand was. Hier den Arm auflegen, dahin schauen. Bei uns zuhause waren beide Kids stattdessen nach ein paar Minuten aufgetaut, zeigten stolz ihr liebstes Spielauto oder ihr Können auf dem Hüpfball… (klar, das Mama mitmachen musste.)

..und so wurde das Shooting sogar ein bisschen sportlich.

Schöner Nebeneffekt für uns: Wir haben jetzt wirklich alle Möglichkeiten zum Toben innerhalb unserer Wohnung ausprobiert und die Kinder hatten einen Riesenspaß. Gut zu wissen, gerade jetzt in der Winterzeit, wenn man auch mit Kindern mehr Zeit drinnen verbringt.

„Mama, gehen wir heute mal wieder alle drei zusammen aufs Bett?“ Damit meint Lion natürlich nicht, dass er schlafen gehen will. Sondern einfach nur, dass wir drei zusammen auf seinem Kinderbett sitzen, die Leuchtsterne im Dunklen beobachten oder ein Buch lesen. Vorher hätte ich dafür ehrlich gesagt die Couch vorgezogen. Aber beim Foto-Shooting war Lions Bett (unter anderem) der place to be.

Wer pult die meisten Leuchtsterne von der Wand ab? OMG.

Der Vorteil beim Shooting im Studio ist natürlich trotzdem, dass es vergleichsweise günstiger ist. Eine halbe Stunde dort kostet bei Photogenika ab 40 Euro. Eine volle Stunde Homestory gibt es für 150 Euro, dazu kommen noch die Abzüge der Bilder, die man später auswählt. Das ist nicht wenig Geld. Für mich zählt aber auch der Entspannungsfaktor, ganz wesentlich sogar. Tina und Sonja haben sich Zeit für die Jungs genommen, sich ihre Faxen und Geschichten angehört. Das Knipsen lief quasi nebenher. Und so toll ich Kinderbilder finde – ich schaffe es einfach nicht, an einem normalen Arbeitstag noch nachmittags beide Jungs in ein Studio zu schleppen. Ganz zu schweigen davon, ob sie überhaupt Lust hätten.

Noch ein termin? Lieber einmal mehr die Füße hochlegen.

Mein Fazit: Die Homestory ist gerade für Berufstätige oder auch Eltern, die nicht noch einen Termin außer Haus in den Kalender eintragen wollen, die entspannteste Alternative zum gängigen Shooting im Studio. Mit den Bildern sind wir absolut zufrieden – auch wenn ich aus Prinzip und auf eine Empfehlung des Kinderschutzbundes hin keine deutlich erkennbaren Fotos meiner Kinder im Internet zeige. Eine weitere Homestory-Galerie findet ihr aber auch hier.

Außerdem müsst ihr keine Instagram-getunte Wohnung haben, um Tina oder ihre Kollegen empfangen zu können. „Es reichen gutes Tageslicht und ein Lieblingsplatz, an dem ihr euch zum Beispiel auch im Alltag am meisten aufhaltet“, sagt Tina, „viel Platz spielt dabei keine Rolle“.

Als Tina und Sonja nach knapp zwei Stunden ihren schwarzen Koffer wieder einpacken, winken Lion und Milo** ihnen noch bis ins Treppenhaus hinterher. Ob sie morgen wiederkommen, will der Große wissen. Das nicht. Aber die Bilder bleiben.

**Namen meiner Kinder geändert

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